Ole – endlich ankommen und einfach Hund sein dürfen
Ole hat einen großen Wunsch.
Er möchte endlich ankommen.
Ole ist ein unglaublich verschmuster, anhänglicher und liebevoller Begleiter. Am liebsten würde er den ganzen Tag in der Nähe seiner Menschen verbringen, gemeinsam entspannen, kuscheln und einfach dazugehören. Hinter seinem Schäferhund-Äußeren steckt ein echter Softie, der sich nichts mehr wünscht als Geborgenheit, Sicherheit und einen festen Platz.
Neue Situationen, fremde Umgebungen und unbekannte Menschen verunsichern Ole manchmal noch. Im Tierheim zeigt er das oft deutlicher, als es seinem eigentlichen Wesen entspricht. Wer ihn jedoch näher kennenlernt, merkt schnell, dass hinter der Fassade kein schwieriger Hund steckt, sondern ein sensibler Kerl, dem in manchen Momenten einfach das Vertrauen und die Sicherheit fehlen.
Mit den richtigen Menschen an seiner Seite sind diese Unsicherheiten jedoch gut zu begleiten. Ole braucht keine perfekten Hundehalter. Viel wichtiger sind Menschen, die ihm Ruhe vermitteln, ihm Orientierung geben und ihm zeigen, dass er nicht alles alleine tragen muss. Gibt man ihm die Zeit, die er braucht, entwickelt er sich zu einem treuen und verlässlichen Begleiter, der eine enge Bindung zu seinen Menschen aufbaut.
Für Ole wünschen wir uns ein eher ruhiges Zuhause. Ein Garten ist dabei kein Muss. Viel wichtiger ist ihm der Anschluss an seine Menschen und ein Alltag, in dem er in seinem Tempo ankommen darf. Kleine Kinder sollten nicht im Haushalt leben, Jugendliche ab etwa 16 Jahren können wir uns hingegen gut vorstellen. Mit anderen Hunden entscheidet die Sympathie, Katzen sollten nicht im neuen Zuhause vorhanden sein.
Außerdem bringt Ole eine gesundheitliche Besonderheit mit: Er leidet an einer für Schäferhunde typischen Augenerkrankung und benötigt dauerhaft zweimal täglich Augensalbe. Die monatlichen Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 80 Euro. Seine Sehkraft ist dadurch bereits etwas eingeschränkt, was sicherlich dazu beiträgt, dass ihn neue oder unübersichtliche Situationen manchmal verunsichern. Umso wichtiger sind für ihn Menschen, die ihm Orientierung und Sicherheit vermitteln. Mit vertrauten Personen und in einem verlässlichen Alltag kommt Ole jedoch sehr gut zurecht.
Wir wünschen uns für Ole Menschen, die nicht nur den Schäferhund sehen, sondern den Hund dahinter. Einen Hund, der trotz aller Unsicherheiten nie aufgehört hat, die Nähe zum Menschen zu suchen. Einen Hund, der keine großen Abenteuer braucht, sondern einen Platz auf dem Sofa, eine vertraute Hand und das Gefühl, endlich zuhause zu sein.
Nach allem, was hinter ihm liegt, hat Ole es mehr als verdient, anzukommen.
Vielleicht wartet genau dieses Zuhause auf ihn. 🫶